D 2014 | 72 Min. | R: Helen Simon | FSK 16

Nirgendland

Neue Filmbühne

  • Do., 4. Juni 2015, 16:00 Uhr
  • Mo., 8. Juni 2015, 20:00 Uhr

Synopsis

Tina (57) wurde schon früh eingetrichtert, dass nichts, was in der gutsituierten Familie passiert, nach außen getragen wird. So erleidet sie die Tortur, hält sie still, als ihr eigener Vater sie in ihrer Kindheit über Jahre hinweg sexuell missbraucht und verdrängt diesen Teil ihres Lebens, vergräbt das Trauma in ihrem Unterbewusstsein. Tina vergräbt es so tief, dass sie die verzweifelten Signale ihrer Tochter Sabine nicht zu interpretieren weiß, als diese unter dem gleichen Täter ebenfalls eine jahrelange Tortur durchleidet. Nach langen Jahren des Schweigens fassen Tina und Sabine den Mut und die Kraft und beschließen gemeinsam den Teufelskreis zu durchbrechen: Sie klagen den Täter an.

Doch die Hilfe kommt zu spät. Tina muss zusehen, wie in ihrer Tochter Sabine langsam der verbliebene Lebenswille dahinschwindet. Gemeinsam mit Tina begeben wir uns auf eine Reise in das Innere einer vollkommen traumatisierten Frau, bei der nichts so ist, wie es sein sollte. Eine Frau, die ihr halbes Leben lang in den Strukturen einer destruktiven Familie gefangen war und dies nie überwunden hat. Eine Mutter, die mit ansehen musste, wie ihre eigene Tochter in die Prostitution und Drogenszene abrutscht. Eine Frau, der nicht viel mehr geblieben ist, als der Drang niemals innezuhalten, immer aktiv zu sein, um sich nicht in Gedanken zu verlieren.

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